Home » Allgemein

Berühmte Montessori-Schüler

26 April 2013 No Comment

Welche Promis wurden mithilfe dieser Pädagogik ausgebildet und was haben Sie daraus gemacht?

George Clooney ist wohl einer der bekanntesten Montessori–Schüler. Heute ist er ein erfolgreicher Schauspieler, Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur. Clooney engagiert sich für viele soziale Projekte und ist politisch aktiv. Er ist zum Beispiel ein überzeugter Kriegsgegner und bezieht offen Stellung zu seiner Meinung. In seiner sozialen und pazifistischen Überzeugung sind damit schon Spuren davon erkennbar, dass er mit der Montessoripädagogik erzogen wurde, denn diese besagt, dass die Grenze der Freiheit das Gemeinwohl sein muss.

Die Friedenserziehung war ein ganz wichtiges Ziel von Maria Montessori, der Mutter der Montessori-Pädagogik. Auch der Einsatz von George Clooney für die Umwelt zeigt, dass er über den Tellerrand hinausblickt, ebenfalls ein wichtiges Ziel von Montessoris kosmischer Erziehung. Clooney hat sogar eine Firma mitgegründet, die alternative Energieerzeugungssysteme entwickelt.

George Clooney wird oft ausgezeichnet und muss dann auf der Bühne eine Rede halten. Dabei ist auffallend, dass er weder besonders positiv noch besonders negativ über sich selbst spricht. Hier lässt sich ebenfalls die Erziehungsmethode von Montessori klar erkennen, da diese lehrt, dass sowohl Belohnungen als auch Strafen schädlich für die innere Einstellung des Menschen sind.

Prinz William, Duke of Cambridge, hat ebenfalls eine Schule besucht, in der nach der Philosophie von Maria Montessori gelehrt wurde. Dies kann klar mit den vielen Interessen von Prinz William assoziiert werden. Er verausgabt sich sportlich beim Schwimmen, Tennis, Basketball, Fußball, Golf, Ski fahren, Rugby, Hockey, Reiten und beim Wasserball. Ebenso singt er im Chor und ist in einer Theatergruppe aktiv. Die Verbindung zu Montessori stellt folgendes Leitmotiv dar: „Die natürliche Freude des Kindes am Lernen soll erhalten werden“. Auch Prinz William engagiert sich sozial. Er hat zum Beispiel nach seiner Schulzeit einige Monate bei einem Hilfsprojekt in Chile gearbeitet.

Sergey Brin und Larry Page sind die Gründer von Google.com. Die beiden sind von klein auf befreundet und sind zusammen in eine Schule gegangen, in der Montessoripädagogik angewendet wurde. Die beiden sagen, dass nicht ihre Eltern, welche Hochschulprofessoren sind, sondern die Montessori Schule ihnen zum Erfolg verholfen hat, da Sie dort lernten selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln. Weiters erzählen die beiden, dass Montessori ihnen ermöglichte zu lernen für sich selbst zu denken und ihnen die Freiheit gab, ihren eigenen Interessen nachzugehen.
Die Erziehung spiegelt sich im geschäftlichen wie im privaten Bereich wieder.

Sergey Brin und Larry Page ließen beim Börsegang auch Normalsterbliche für ihre Aktien mitbieten, nicht nur große Banken, da sie es fairer fanden. Trotz ihres riesigen Vermögens, das sie mit Google erwirtschaftet haben, sind sie keineswegs abgehoben – Page fährt einen Toyota Prius und Brin ist die meiste Zeit auf Inlineskates unterwegs.

Thomas Alva Edison (gestorben 1931) war Erfinder und Unternehmer. Sein Schwerpunkt lag in der Elektrizität und der Elektrotechnik. Seine berühmteste Erfindung war sicher die Glühbirne, aber daneben erfand er noch über 2000 weitere Geräte. Er wurde nur einige Monate in einer „normalen“ Schule unterrichtet, danach hatte er den Unterricht zuhause, da seine Mutter eine Zeit lang als Lehrerin gearbeitet hatte. Edison war überzeugter Montessori-Befürworter und hat aufgrund dessen einen Schule für Montessoripädagogik gegründet. Er war so überzeugt von der Pädagogik, dass er selbst versuchte danach zu leben. Da er diesbezüglich ein großes Vorbild ist, wurden bereits etliche Schulen, an denen nach Montessori unterrichtet wird, nach ihm benannt.

Diese beeindruckenden, aber auch viele weitere Beispiele zeigen auf, dass die Montessori-Pädagogik mehr ist als eine schulische Erziehung. Die Kinder und jungen Erwachsenen werden davon geprägt und nehmen viele Werte mit ins weitere Leben. Auch bei den Prominenten ist dies klar zu erkennen. Sie haben gelernt für ihre Überzeugungen einzutreten und das zu tun, was ihnen Spaß macht. Ebenso wurde ihnen vermittelt das ihre Interessensumsetzung nicht gegen das Gemeinwohl gehen darf. Aufgrund dessen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Montessori-Methode maßgeblich zu ihrem Erfolg beigetragen hat.

Über die Autorin:
Dr. Susanne Körner ist seit mehr als 15 Jahren als Pädagogin tätig und betreibt eine Praxis für Pädagogik und Heilpädagogik in Wien. Neben einigen weiteren Spezial-Ausbildungen ist sie auch diplomierte Montessori-Pädagogin.

Leave your response!

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.